Berufsvorbereitung

Gerade aufgrund der momentanen Arbeitsmarktsituation ist die frühzeitige berufliche bzw. studienbezogene Orientierung von Schülern unabdingbar und notwendiger Bestandteil einer verantwortungsbewussten Zu-kunftsplanung.
Somit steht neben dem Elternhaus auch die Schule in der Pflicht, Angebote vorzuhalten und Informationen bereitzustellen, um insbesondere die Oberstufenschüler, aber auch die Jugendlichen, die die Endphase der Sekundarstufe I durchlaufen, bei der Suche nach studienbezogenen oder beruflichen Betätigungsfeldern im Anschluss an die Schulzeit nicht allein zu lassen.

Aus diesem Grund werden am Gymnasium Salzhausen verschiedene unterrichtsbegleitende, aber auch vom eigentlichen unterrichtlichen Geschehen losgelöste Maßnahmen verfolgt, die einen aktiven Beitrag zur Berufs- und Studienorientierung der Lernenden leisten. Hierbei sind insbesondere zu nennen:

• Die aktive und breite Teilnahme der Schülerschaft am „Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Niedersachsen": Am „Zukunftstag" können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 an Aktionen in Betrieben, Hochschulen und Einrichtungen teilnehmen und somit Berufe erkunden, die sie selbst meist nicht in Betracht ziehen. Die Lernenden sind bei Interesse aufgefordert, sich in Eigeninitiative an Betriebe oder Einrichtungen zu wenden und nachzufragen, ob sie am „Zukunftstag" „schnuppern" dürfen. Selbstverständlich können die Jugendlichen auch ihre Eltern an deren Arbeitsplatz begleiten. Dabei sollten die Mädchen in erster Linie von der Möglichkeit Gebrauch machen, traditionelle „Männerberufe" in Technik und Naturwissenschaft kennen zu lernen, wohingegen sich vielleicht für die Jungen die Chance ergibt, sich über typische „Frauenberufe" z.B. im Pflege- und Erziehungssektor zu informieren. Der „Zukunftstag" wird pädagogisch von den Klassenlehrkräften begleitet, eine Vor- und eine Nachbereitung findet in der Schule statt. Hierbei wird gerade auch der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit im Berufsleben thematisiert.
• Im Rahmen des Politik-/Wirtschaft-Unterrichts besonders ab Jahrgangsstufe 10 sind berufsbildende Inhalte integraler Bestandteil des Curriculums. Hier werden grundlegende und vertiefende Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt vermittelt.
• Durch die Kooperation mit der AOK Niedersachsen wird im Jahrgang im Klassenverband ein Bewerbertraining durchgeführt, in dessen Verlauf die Lernenden unter Anleitung durch geschulte Referenten Bewerbungsgespräche simulieren und im Abfassen von Bewerbungsschreiben unterwiesen werden. Der Schwerpunkt der eintätigen Veranstaltung liegt auf der Verdeutlichung der Relevanz kommunikativer Aspekte in der konkreten Bewerbersituation.
• Für die zehnten Klassen wird jeweils in den ersten beiden kompletten Schulwochen nach den Osterferien ein Betriebspraktikum durchgeführt. Diese im Schulgesetz verankerte Veranstaltung soll den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglichen. Es dient nicht der Berufsfindung. Das Betriebspraktikum wird von einer Lehrkraft, die die Schülerinnen und Schüler aus dem Unterricht kennt, betreut. Die Vor- und Nachbereitung des Praktikums erfolgt im Politikunterricht.
• Einmal pro Monat – zumeist am dritten Freitag des jeweiligen Monats – kommt eine Beraterin der Agentur für Arbeit zu uns in die Schule und hält Sprechstunde. Halbstündige Einzeltermine werden im Vorfeld durch Anmeldung bei Herrn Simon vergeben. Die Schülerinnen und Schüler werden in der betroffenen Zeit vom Unterricht freigestellt, sofern keine Klassenarbeiten oder Klausuren anstehen. Die Beraterin der Agentur für Arbeit versucht Lernenden, die noch keine Vorstellung in Bezug auf ihre berufliche Zukunft haben, eine Orientierungshilfe zu geben und nach einer Interessenevaluation Recherchemöglichkeiten aufzuzeigen. Genauso willkommen sind jedoch auch Schülerinnen und Schüler, die bereits eine Idee haben, aber unsicher sind in Bezug auf das weitere Vorgehen. Die Sprechstunde ist generell für alle Lernenden offen, die Jahrgänge 10 bis 12 werden allerdings vorrangig bedient.
• Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 bis 12 wird im Zweijahresrhythmus ein Berufsinformationstag an unserer Schule durchgeführt, auf dem sich Vertreter möglichst vieler Be-rufssparten mit Hilfe von Kurzreferaten den Lernenden präsentieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Referenten, die eine akademische Ausbildung absolviert haben und möglichst auch gegenwärtig in Berufsfeldern tätig sind, die zumindest entfernt mit dem Studiengang in Verbindung stehen. Die Referenten werden in erster Linien aus den Reihen der Elternschaft oder unserer Ehemaligen rekrutiert, aber auch externe Partner wie die Sparkasse Harburg-Buxtehude, die Polizei oder die Bundeswehr informieren im Rahmen dieser Veranstaltung Kleingruppen von Oberstufenschülerinnen und -schülern über Ausbildung bzw. Studium, Anforderungsprofile, Zukunftsperspektiven und Eignungsvoraussetzungen in den präsentierten Berufsfeldern.
• Der 11. Jahrgang nimmt jeweils im Frühjahr am „Studienschnuppertag" der Leuphana Universität Lüneburg teil und wird dort von Mitarbeitern der Zentralen Studienberatung informiert über den Alltag der Studenten, das Fächer- bzw. Disziplinenangebot der Universität sowie über die Struktur von Lehrveranstaltungen, über Leistungsnachweise, Möglichkeiten der Informationsbeschaffung im Hinblick auf eine gewünschte Studienrichtung und über alles, was im Zusammenhang mit einer akademischen Ausbildung – nicht nur in Lüneburg – von Bedeutung ist. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in verschiedene Seminare und Vorlesungen „hineinzuschnuppern", die Universitätsbibliothek zu besichtigen und den Mensabetrieb kennen zu lernen.
• Das Thema „Berufsorientierung" ist ebenfalls fester Bestandteil des Unterrichts im Seminarfach in den Jahrgängen 11 und 12: Die Schülerinnen und Schüler wählen sich in diesem Zusammenhang im Rahmen des Unterrichts ein Berufsfeld oder eine Studiendisziplin, über das / die sie eigenständig Informationen zusammentragen, verarbeiten und in Form von Referaten oder Portfolios dem Seminarfachkurs vorstellen. Hierbei wird dem persönlichen Interesse der Lernenden Rechnung getragen und der Blickwinkel aller Kursteilnehmer im Hinblick auf bestehende Möglichkeiten nach Abschluss der Schulzeit erweitert.

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