Individuelle Förderung

1.1       Beobachtung der individuellen Lernentwicklung

Die individuelle Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler soll nicht nur ständig beobachtet, sondern auch dokumentiert werden. Die Dokumentation soll detaillierter sein und über die Feststellung des reinen Leistungsbildes hinausgehen. Diese neue Regelung wird gem. Erlass ab dem Schuljahr 2006/07 für Klasse 5 aufsteigend eingeführt.

Bei dieser Dokumentation des individuellen Lernfortschrittes geht es vor allem um das rechtzeitige Erkennen von Problemen und Schwächen einzelner Schülerinnen und Schüler hinsichtlich unterschiedlichster Fähigkeitsbereiche.

Um den Fokus auf das schnelle Erkennen von Problembereichen zu richten, soll das an unserer Schule praktizierte Verfahren möglichst einfach und unbürokratisch sein.

So gibt es für jeden Schüler einen Beobachtungsbogen, der die folgenden Teilbereiche abfragt:

Selbständigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Ordnung und Sorgfalt, Hausaufgaben, Teambereitschaft und Hausaufgaben.

Zwei Mal pro Schuljahr füllen alle Schüler den Bogen aus, indem sie sich selbst einschätzen.

Dafür gibt es nur drei Symbole: + / o / ! für besondere Stärke / unauffällig / Unterstützungsbedarf.

Im Anschluss daran tritt das von der Klassenlehrkraft einberufene Kompetenzteam zusammen,

das aus drei Lehrkräfte besteht, die in der jeweiligen Gruppe mit möglichst vielen Wochenstunden unterrichten. Dieses Team einigt sich ebenfalls auf eine Einschätzung für jeden einzelnen Schüler der Klasse und entwickelt Lösungsvorschläge für alle Fälle, in denen Handlungsbedarf konstatiert wurde. Diese Vorschläge werden auf dem Bogen in Stichworten notiert und von der Klassenlehrkraft umgesetzt.

Anschließend wertet die Klassenlehrkraft das Ergebnis aus und sucht außerdem das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, deren Selbsteinschätzung stark von der Evaluation durch die Lehrkräfte abweicht. Sie notiert ebenfalls das Ergebnis der durchgeführten Maßnahmen und führt gegebenenfalls rechtzeitig Gespräche mit den Erziehungsberechtigten.

Die individuellen Beobachtungsbögen werden vertraulich als Klassensatz aufbewahrt und begleiten so die Schülerinnen und Schüler bis zur zehnten Klasse. Dadurch können auch längerfristige Entwicklungen belegt und nachvollzogen werden.

 

 

1.2       Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben

Dieser Abschnitt wird zur Zeit überarbeitet.

1.3       FUGS

FUGS- bedeutet Förderunterricht am Gymnasium Salzhausen

Die Entstehung:

Auf Initiative der Lehrer entstand durch die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern der Förderunterricht am Gymnasium Salzhausen (FUGS). Mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins unserer Schule begann das Projekt mit dem Schuljahr 2006/7. Im laufenden Schuljahr beteiligen sich bereits 110 Schüler als FUGS- Lehrer oder –Schüler daran.

Die Ziele:

-         Schülerinnen und Schülern mit Lernschwächen günstige Hilfe anbieten

-         Den Lernfortschritt in Kleingruppen effektiv fördern

-         Erworbenes Wissen festigen und dessen Anwendung fördern

-         Den Schülern Methoden und Strategien zum selbstständigen Lernen vermitteln

Das Angebot:

Das FUGS- Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 – 9, die der Förderung bedürfen. Die Fächer Englisch, Mathematik, Deutsch (Grammatik und Rechtschreibung), Latein und Französisch können gewählt werden. Schüler der Klassen 9 – 13, die im unterrichteten Fach gute bis sehr gute Leistungen zeigen, leiten die Lerngruppen. Jede dieser Lerngruppe besteht aus maximal 5, meist jedoch nur aus 1 – 3 Schülern, die in der Regel aus der gleichen Klasse kommen. Der FUGS- Unterricht findet einmal in der Woche in der 7. und 8. Stunde nach dem normalen Unterricht statt.

Die FUGS- Lehrer nehmen zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe an einem Vorbereitungsseminar teil, in dem ihnen Lehrer des Gymnasiums Salzhausen wichtige lernpädagogische Grundlagen vermitteln. Diese Lehrer stellen auch die Lerngruppen zusammen und begleiten den FUGS- Unterricht. Am Ende einer Unterrichtseinheit von 10 Doppelstunden bewerten die FUGS- Schüler ihren Unterricht.

1.4       Begabtenförderung

1.4.1      Überspringen von Klassen

Ziel : bessere Beratung und angemessene Unterstützung der Springer

1.4.2      Besondere Angebote

- FUGS-Lehrer bzw. Lehrerin

- Übernahme einer Patenschaft für eine 5. Klasse

1.4.3      Wettbewerbe

Ziel : Unterstützung und Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den im Erlass genannten Wettbewerben.

–Bundeswettbewerb Fremdsprachen,

–Schülerwettbewerb “Alte Sprachen”,

–Wettbewerb “Jugend musiziert”,

–Schülerwettbewerb “Schüler komponieren”,

–Schülerwettbewerb “Deutsche Geschichte” um den Preis des Bundespräsidenten,

–Wettbewerb des Niedersächsischen Landtages für Schülerinnen und Schüler,

–Europäischer Wettbewerb,

–Bundeswettbewerb Mathematik,

–Bundeswettbewerb Informatik,

–Wettbewerb “Jugend forscht”,

–Schülerwettbewerb um den Preis der Evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen

 

1.4.4      Talentförderung Mathematik

Ziel : Unterstützung der Talentförderung Mathematik in Hittfeld und Lüneburg, Einladung zur Talentsuche

1.5      Patensystem

Paten sind ältere Schülerinnen und Schüler, die den „neuen“ helfen, sich an unserer Schule zurecht zu finden. Wie die im anglo-amerikanischen Schulsystem seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzten prefects sollen sie die Klassenlehrkräfte in ihrem pädagogischen Auftrag unterstützen.

So sollen die Paten ihre Klasse während der zweitägigen Einführungsphase durchgängig begleiten, sollen an Wandertagen und anderen Veranstaltungen der Klasse teilnehmen, soweit möglich und nötig in den Verfügungsstunden der Klassenlehrkräfte anwesend sein und vor allem den Fünftklässlern mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihnen in den Pausen Ansprechpartner sein und natürlich auch als Rollenvorbild zu fungieren.

Die Paten sollen für all Schul- und Lebensfragen „ihrer“ Schüler offen sein, bei der Konfliktbewältigung helfen und an der Bildung der neuen Klassengemeinschaft mitwirken.

Darum sollten sie selbst ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, gut entwickelte kommunikative Fähigkeiten und Spaß am Umgang mit anderen Schülern haben.

Darum werden für diese wichtige Aufgabe vorrangig besonders zuverlässige Schülerinnen und Schüler des 9. (zukünftigen 10.) und 10. (zukünftigen 11.) Jahrgangs vorgeschlagen, die sich dann freiwillig zur Verfügung stellen und in einem Einführungskurs auf ihre Aufgaben vorbereitet werden.

Das Patensystem wird von einem Organisationsteam betreut. So ist gewährleistet, dass die Erfahrungen der Vorjahre regelmäßig evaluiert und die Planungen an die Bedürfnisse der fünften Klassen angepasst werden können.

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